Anemonenbogen 4a

24963 Tarp

Jetzt anrufen

Mo - Fr 09 - 17 / Sa 10 - 14 Uhr

und nach Vereinbarung

Den richtigen Immobilienmakler finden: 5 Kriterien, die wirklich zählen

Einen guten Immobilienmakler finden Sie nicht am schönsten Exposé oder am höchsten versprochenen Verkaufspreis, sondern an fünf nüchternen Kriterien: nachweisbare regionale Marktkenntnis, belegbare Referenzen, eine nachvollziehbare Vermarktungsstrategie, echte Erreichbarkeit und transparente Konditionen. Wer bei diesen fünf Punkten überzeugt, ist sein Geld wert. Wer bei einem davon ausweicht, sollte Sie stutzig machen.

Ich sage das als jemand, der selbst Makler ist und weiß, dass die Branche keinen makellosen Ruf hat. Genau deshalb dieser Artikel. Zu jedem Kriterium bekommen Sie eine konkrete Frage, die Sie im Erstgespräch stellen können. Die Antwort verrät meist mehr als jede Hochglanzbroschüre.


Warum die Maklerwahl über mehr entscheidet als die Provision

Bei einem Hausverkauf in Schleswig geht es schnell um 300.000 Euro und mehr. Ein Makler, der den Markt falsch einschätzt oder schlecht verhandelt, kann Sie leicht fünfstellig kosten. Das ist deutlich mehr, als die Provision je ausmacht. Die Frage ist also nicht in erster Linie „Was kostet ein Makler?“, sondern „Holt dieser Makler das Ergebnis raus, das den Auftrag rechtfertigt?“.

Trotzdem treffen viele Eigentümer die Wahl nach Bauchgefühl oder nehmen den Erstbesten, der auf die Online-Anfrage reagiert. Verständlich, aber riskant. Die folgenden fünf Kriterien geben Ihnen ein Raster, mit dem Sie zwei oder drei Makler nüchtern vergleichen können.


1. Regionale Marktkenntnis: kennt der Makler Ihre Straße?

Das ist das wichtigste Kriterium, und es ist auch das, bei dem sich Spreu und Weizen am schnellsten trennen. Ein Makler, der den Markt in Schleswig und Umgebung wirklich kennt, weiß, dass eine sanierte Doppelhaushälfte in Busdorf anders gehandelt wird als ein vergleichbares Objekt am Holm oder in Friedrichsberg. Er kennt die Bodenrichtwerte der Umlandgemeinden, die typische Vermarktungsdauer und die Käuferschichten, die hier suchen.

 

Der Immobilienmarkt an der Schlei hat seine eigenen Spielregeln. Es gibt vergleichsweise wenige Transaktionen, gute Vergleichsdaten sind dünn gesät, und die Mikrolage entscheidet stark über den Preis. Ein überregionaler Makler aus Kiel oder Hamburg, der die Region nur vom Datenblatt kennt, übersieht solche Feinheiten leicht.

 

Ihre Prüf-Frage: „Welche vergleichbaren Objekte haben Sie in den letzten zwölf Monaten in meinem Ort oder im Nachbarort verkauft – und zu welchem Preis?“ Ein ortskundiger Makler kann darauf konkret antworten. Wer ausweicht oder nur allgemein über „den Markt“ spricht, kennt Ihre Straße vermutlich nicht.


2. Referenzen und Bewertungen: Schein von Sein trennen

Referenzen zeigen, ob ein Makler hält, was er verspricht. Schauen Sie sich Google-Bewertungen, Bewertungen auf Immobilienportalen und die Referenzobjekte auf der Website an. Wichtig ist dabei weniger die reine Sternezahl als der Inhalt. Loben Kunden konkrete Dinge wie Erreichbarkeit, ehrliche Beratung oder eine realistische Preiseinschätzung? Oder bleiben die Bewertungen auffällig vage?

Und jetzt die unbequeme Wahrheit, die in den meisten Makler-Ratgebern fehlt: Bewertungen lassen sich kaufen oder von Bekannten schreiben. Ein paar Warnzeichen helfen, Schein-Bewertungen zu erkennen. Stutzig werden sollten Sie, wenn viele Bewertungen am selben Tag erscheinen, wenn sie alle gleich klingen oder wenn ausschließlich Fünf-Sterne-Lob ohne jedes Detail steht. Echte Kundenstimmen sind konkret, manchmal auch kritisch, und verteilen sich über einen längeren Zeitraum.

Ihre Prüf-Frage: „Dürfte ich mit einem oder zwei Ihrer letzten Verkäufer sprechen?“ Ein Makler mit zufriedenen Kunden vermittelt diesen Kontakt gern. Wer mauert, hat möglicherweise weniger vorzuweisen, als die Website suggeriert.


3. Vermarktungsstrategie: was passiert mit Ihrer Immobilie?

Ein guter Makler kann Ihnen vor Auftragserteilung erklären, wie er Ihre Immobilie konkret vermarkten will. Dazu gehören professionelle Fotos, ein aussagekräftiges Exposé, gegebenenfalls Grundrisse und Drohnenaufnahmen, die Auswahl der richtigen Portale und eine durchdachte Besichtigungsstrategie. Pauschale Aussagen wie „Wir stellen das online, dann läuft das“ sind ein schlechtes Zeichen.

 

Hier lohnt ein genauer Blick auf den vorgeschlagenen Angebotspreis, und das ist der heikelste Punkt überhaupt. Manche Makler nennen bewusst einen überhöhten Wunschpreis, nur um den Auftrag zu gewinnen. Klingt verlockend, ist aber ein teurer Fehler. Eine zu hoch angesetzte Immobilie bleibt liegen und verliert an Attraktivität, je länger sie im Markt steht.

 

Ein Eigentümer aus Tarp kam vor einiger Zeit zu uns, nachdem er Monate verloren hatte. Er war zunächst dem Makler gefolgt, der den höchsten Angebotspreis versprochen hatte. Das Haus stand zu teuer im Markt, kaum jemand meldete sich, und am Ende verkaufte er unter dem Preis, den ein realistischer Start gebracht hätte. In unserer Praxis sehen wir das regelmäßig: Immobilien, die mit einem realistischen Preis starten, verkaufen sich in der Region typischerweise innerhalb von drei bis sechs Monaten. Wer zu hoch ansetzt, verschenkt diese Zeit.

 

Eine fundierte Preiseinschätzung ist deshalb die Basis jeder seriösen Vermarktung. Wie eine professionelle Bewertung funktioniert und welche drei Verfahren dahinterstehen, lesen Sie im Detail unter Wertermittlung Haus: Die drei Verfahren verständlich erklärt.

 

Ihre Prüf-Frage: „Wie kommen Sie auf diesen Angebotspreis, und mit welchen Daten begründen Sie ihn?“ Eine saubere Antwort stützt sich auf Vergleichsobjekte und Marktdaten, nicht auf ein Bauchgefühl oder das, was Sie gern hören wollen.


4. Erreichbarkeit und persönlicher Ansprechpartner

Ein Hausverkauf zieht sich über Monate, und in dieser Zeit tauchen ständig Fragen auf. Deshalb zählt, wie gut der Makler erreichbar ist und ob Sie einen festen Ansprechpartner haben, oder bei jedem Anruf in einer anderen Warteschleife landen. Gerade bei größeren Maklerketten kann es passieren, dass Ihre Immobilie von Hand zu Hand gereicht wird und niemand sich wirklich zuständig fühlt.

Achten Sie schon beim Erstkontakt darauf, wie schnell und wie persönlich reagiert wird. Wer im Erstgespräch zwei Tage für eine Rückmeldung braucht, wird auch im laufenden Verkauf kaum schneller. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, nicht die Immobilie, und das fängt damit an, dass man sich tatsächlich meldet, wenn Kunden anrufen. Das ist kein Luxus. Es ist die Grundlage dafür, dass ein Verkauf reibungslos läuft.

Ihre Prüf-Frage: „Wer ist während der gesamten Vermarktung mein persönlicher Ansprechpartner, und wie schnell kann ich mit einer Rückmeldung rechnen?“ Die Antwort sollte einen Namen und eine konkrete Zusage enthalten, keine Servicenummer.


5. Transparente Konditionen: keine versteckten Kosten

Ein seriöser Makler legt seine Konditionen offen, bevor Sie etwas unterschreiben. Dazu gehören die Höhe der Provision, der Zeitpunkt der Fälligkeit und die Art des Auftrags. In Schleswig-Holstein liegt die übliche Gesamtprovision bei Wohnimmobilien bei 5,95 Prozent inklusive Mehrwertsteuer, die sich seit der gesetzlichen Neuregelung von Ende 2020 Käufer und Verkäufer je zur Hälfte teilen (Paragraphen 656a bis 656d BGB). Was genau in dieser Provision steckt und wie sie sich zusammensetzt, erklären wir ausführlich unter Was kostet ein Immobilienmakler in Schleswig-Holstein?.

 

Ein Wort zum Maklervertrag, denn auch hier gibt es Fallstricke. Beim Alleinauftrag verpflichten Sie sich, ausschließlich über diesen einen Makler zu verkaufen. Das ist nicht per se schlecht, im Gegenteil, es bündelt die Vermarktung und schafft Verbindlichkeit. Problematisch wird es bei sehr langen Laufzeiten ohne Ausstiegsmöglichkeit oder bei Klauseln, die Sie auch dann zur Provision verpflichten, wenn Sie selbst einen Käufer finden. Lesen Sie den Vertrag genau, und lassen Sie sich jede Klausel erklären, die Sie nicht verstehen.

 

Ihre Prüf-Frage: „Welche Vertragsart schlagen Sie vor, wie lange läuft der Vertrag, und unter welchen Bedingungen kann ich ihn beenden?“ Ein transparenter Makler beantwortet das ohne Zögern und drängt Sie nicht zu einer schnellen Unterschrift.


Mit oder ohne Makler, und wie viele sollten Sie vergleichen?

Bevor Sie überhaupt einen Makler auswählen, steht manchmal die grundsätzliche Frage: Brauche ich überhaupt einen? Wenn Sie noch unsicher sind, hilft Ihnen unsere ehrliche Gegenüberstellung unter Haus verkaufen ohne Makler: Lohnt sich das wirklich? weiter.

 

Haben Sie sich für einen Makler entschieden, gilt: Führen Sie Gespräche mit zwei bis drei Anbietern, bevor Sie sich festlegen. Mehr muss es nicht sein, zu viele Termine verwässern eher den Eindruck. Vergleichen Sie die Anbieter nach den fünf Kriterien oben, und achten Sie auch darauf, bei wem Sie ein gutes Bauchgefühl haben. Sie arbeiten über Monate eng zusammen, da muss die Chemie stimmen.

 

Ehrlich gesagt hängt die richtige Wahl am Ende auch vom Objekt ab. Eine vermietete Eigentumswohnung stellt andere Anforderungen als ein Reihenhaus oder ein unbebautes Grundstück. Fragen Sie gezielt nach Erfahrung mit Ihrem Objekttyp in Ihrer Region, das trennt den Generalisten vom Spezialisten.


Häufige Fragen zur Maklersuche

Wie finde ich einen guten Immobilienmakler in Schleswig?
Vergleichen Sie zwei bis drei Makler anhand von fünf Kriterien: regionale Marktkenntnis, belegbare Referenzen, eine konkrete Vermarktungsstrategie, gute Erreichbarkeit und transparente Konditionen. Lassen Sie sich vergleichbare Verkäufe aus Ihrem Ort nennen und fragen Sie nach dem Kontakt zu früheren Kunden. Wer hier konkret antwortet, kennt seinen Markt.

 

Woran erkenne ich einen unseriösen Makler?
Ein deutliches Warnsignal ist ein auffällig hoher versprochener Verkaufspreis, der nicht mit Marktdaten belegt wird, denn das ist oft nur ein Mittel, um den Auftrag zu bekommen. Vorsicht auch bei vagen Bewertungen, fehlender Erreichbarkeit, Druck zu einer schnellen Vertragsunterschrift und intransparenten Konditionen.

 

Wie viel kostet ein Makler beim Hausverkauf?
In Schleswig-Holstein liegt die übliche Gesamtprovision bei Wohnimmobilien bei 5,95 Prozent inklusive Mehrwertsteuer. Seit Ende 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer diese Provision in der Regel je zur Hälfte.

 

Sollte ich einen Alleinauftrag unterschreiben?
Ein Alleinauftrag ist nicht automatisch nachteilig, er bündelt die Vermarktung und schafft Verbindlichkeit. Achten Sie aber auf die Laufzeit und auf faire Ausstiegsmöglichkeiten. Lassen Sie sich jede Klausel erklären, die Sie nicht verstehen, bevor Sie unterschreiben.

 

Wie viele Makler sollte ich vergleichen?
Zwei bis drei reichen in der Regel aus. Mehr Termine verwässern eher den Eindruck, als dass sie helfen.


Fazit: Vertrauen ist gut, konkrete Fragen sind besser

Den richtigen Immobilienmakler finden Sie nicht über Versprechen, sondern über Antworten. Stellen Sie die fünf Prüf-Fragen aus diesem Artikel, und Sie merken schnell, wer seinen Markt kennt und ehrlich mit Ihnen umgeht. Ein guter Makler hat kein Problem damit, kritisch befragt zu werden, im Gegenteil.

 

Wenn Sie Ihre Immobilie in Schleswig, Tarp, Busdorf oder Umgebung verkaufen möchten und einen ehrlichen ersten Eindruck suchen, sprechen Sie uns an. Eine erste Einschätzung zum Wert Ihrer Immobilie erhalten Sie bei unserer kostenlosen Wertermittlung, und für alle weiteren Fragen erreichen Sie uns direkt über unsere Kontaktseite. Stellen Sie uns ruhig dieselben fünf Fragen, wir antworten gern.