Die vier Hauptposten kennen die meisten Käufer. Die folgenden eher nicht:
Ein Notar-Anderkonto kommt zum Einsatz, wenn der Kaufpreis treuhänderisch über den Notar abgewickelt wird, etwa bei mehreren Verkäufern oder gestaffelten Auszahlungen. Schnell sind dafür 500 bis 1.500 Euro zusätzlich fällig. Löschungsbewilligungen alter Grundschulden werden notwendig, wenn im Grundbuch noch eine Bank des Voreigentümers steht. Die Löschung muss beurkundet und eingetragen werden, was einige hundert Euro kostet.
Dazu kommen Posten, die niemand auf der Rechnung des Notars findet, die aber genauso real sind: Schornsteinfeger, Energieausweis-Aktualisierung, Versicherungswechsel. Im ersten Jahr summiert sich das gerne auf 500 bis 1.000 Euro. Der Umzug selbst (Spedition, Renovierungsmaterial, Küchenanschluss, Sat-Anlage) liegt für eine Familie realistisch zwischen 3.000 und 8.000 Euro.
Und dann sind da die Sofort-Reparaturen. Wir hatten letztes Jahr einen Käufer in Schleswig, dessen Heizung im November ausfiel, vier Wochen nach Einzug. 9.800 Euro Soforterneuerung, mitten in der kalten Jahreszeit. Solche Posten gehören in jede ehrliche Kalkulation.
Mein Tipp aus der Praxis: Rechnen Sie zu den 12 Prozent Kaufnebenkosten noch 2 bis 3 Prozent für Umzug und erste Anschaffungen obendrauf. Wer 400.000 Euro Kaufpreis im Kopf hat, sollte mit einem Gesamtbudget von 460.000 bis 470.000 Euro planen.